Unser Anliegen
Die Bürgerinitiative "Wohnrecht statt Willkür" ist nicht aus Aktionismus entstanden, sondern aus einer konkreten Entwicklung - und aus wachsender Sorge um unsere gemeinsame Zukunft.
Seit Langem war bekannt, dass die Stadt Dachau den Flächennutzungsplan neu aufstellen würde. Diese Neuaufstellung war überfällig. Auch wir verbanden damit die berechtigte Hoffnung, dass die Stadt die Fehler der Vergangenheit korrigiert und die Realität in unserem Areal endlich anerkennt. Nicht nur, weil es das Richtige wäre, sondern weil auch das Gesetz dies fordert. Das Baugesetzbuch verlangt ausdrücklich, bestehende Nutzungen sachgerecht abzubilden - vieles sprach dafür, dass dies nun geschehen würde.
Die ruhige Phase der vergangenen Jahre hatte diese Hoffnung zusätzlich genährt. Viele von uns gingen davon aus, dass die Stadt die gewachsene Wohnrealität sieht und entsprechend handelt.
Ein erstes nüchternes Signal kam jedoch früh: Unser Areal war im Online-Beteiligungssystem der Stadt nicht einmal als auswählbare Fläche für Stellungnahmen vorgesehen. Spätestens mit der Offenlage des Flächennutzungsplans wurde klar, dass sich unsere Hoffnung nicht erfüllt. Das Areal wird weiterhin als Grün- bzw. Kleingartenfläche dargestellt - trotz der vorhandenen Wohnbebauung und entgegen der tatsächlichen Nutzung.
In diesem Moment wurde deutlich: Wenn wir nicht selbst aktiv werden, wird über unsere Zukunft entschieden - ohne uns. Entscheidungen, die erhebliche Folgen für Wohnen, Eigentum und die Existenz haben können.
Auch wenn unter der aktuellen Stadtregierung möglicherweise kurzfristig keine Rückentwicklung zu einer Grünfläche mit Kleingartennutzung zu erwarten ist, schafft dies keinerlei rechtliche Sicherheit. Planungen wirken langfristig. Die heute gesetzten Weichen bestimmen, was morgen möglich ist - und was nicht mehr.
Aus dieser Erkenntnis heraus haben wir uns zusammengeschlossen. Nicht, um zu provozieren, sondern um sichtbar zu machen, was Realität ist. Und um dafür zu sorgen, dass über die Zukunft unseres Areals nicht hinweg entschieden wird, sondern mit Blick auf die Menschen, die hier leben.
Unser Anliegen ist es, diese Entwicklung nicht passiv hinzunehmen, sondern sie gemeinsam, informiert und verantwortungsvoll zu begleiten
Was wir erreichen wollen
Unser Anliegen ist es, Rechtssicherheit und Klarheit für alle Eigentümerinnen und Eigentümer in unserem Areal zu schaffen.
Wir wollen, dass die tatsächliche Situation vor Ort angemessen berücksichtigt wird - planerisch wie rechtlich. Es geht nicht darum, den Status quo um jeden Preis festzuschreiben, sondern darum, Entscheidungen auf eine realistische und faire Grundlage zu stellen.
Dazu gehört:
- eine korrekte Darstellung unseres Areals im Flächennutzungsplan
- die Anerkennung der gewachsenen Wohnnutzung
- sowie ein nachvollziehbarer, verhältnismäßiger Umgang mit bestehenden Strukturen
Unsere Haltung
Die Bürgerinitiative versteht sich als Plattform für Information und Einordnung. Wir bündeln Wissen, machen Zusammenhänge sichtbar und ermöglichen Austausch - damit Entscheidungen informiert und nicht aus Unsicherheit heraus getroffen werden.
- Wir handeln sachlich, verantwortungsvoll und gemeinschaftlich
- wir suchen keine Eskalation, sondern rechtliche Klarheit
- Wir setzen auf Transparenz, Information und Dialog
- Wir vertreten keine Einzelinteressen, sondern ein gemeinsames Anliegen vieler Betroffener
Warum uns dieses Anliegen verbindet
Was einen betrifft, betrifft uns alle. Die Frage, wie unser Areal künftig eingeordnet wird, entscheidet über Wohnen, Eigentum und Lebensplanung - heute und in Zukunft.